Vom Komposthaufen zum Hochbeet

Wer einen Garten hat, hat sich sicher schon einmal Gedanken über ein Hochbeet gemacht. Vielen ist aber nicht mehr klar dass das eigentlich ein Komposthaufen ist. Der Kompost wird in der heutigen Zeit in brauen Tonnen gesteckt oder gleich zum Wertstoffhof gefahren. Wenn man dann mit dem Gedanken spielt sich ein Hochbeet zu bauen ist die erste Anlaufstelle der Baumarkt obwohl doch fast alles im eigenen Garten vorhanden ist.

Komposthaufen

Um einen Komposthaufen zu bauen braucht man eigentlich nur ein paar alte Paletten den Abfall der im Garten anfällt und ein wenig Zeit. Hat man erste einmal einen Komposthaufen ist der Weg zum Hochbeet, nicht mehr weit.

Substrat

In vielen Anleitungen ist immer wieder von Substrat die Rede. Warum aber nennt man das Kind nicht beim Namen. Substrat ist nur ein Nährboden. Schaut man sich mal bei Wikipedia um findet man auch gleich die richtige Erklärung.

Im Gartenbau werden mit dem Begriff Substrat Nährböden aller Art bezeichnet, einschließlich dem gewachsenen Erdboden der durch seinen jeweiligen Bodentyp gekennzeichnet wird.

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Für erdehaltige Substrate werden meist Gemische verwendet. Als Haupterde werden diejenigen Erden bezeichnet, die den Hauptanteil des Substrates bilden; zusammen mit Hilfserden bzw. Zuschlagstoffen werden daraus Betriebserden hergestellt.
Komposterden, Mistbeeterden und Lauberden zählen zu den Haupterden;
Hilfserden sind zugemischte Misterden, Moorerden, Nadelerden, Heideerden;
Zuschlagstoffe sind Beimischungen von Sand, Lehm, Ton, Ziegelsplitt, Holzkohle, Algenkalk, Urgesteinsmehl usw.

Quelle: Wikipedia / Substrat_(Boden)

Also auch die ganz normale Erde ist ein Substrat. Man muss dem Kind nur einen fremden Namen geben um die Leute zu verunsichern so dass sie den Geldbeutel bereitwillig aufmachen. Im Handel wird dann diese mit ein wenig Chemie verunreinigt und unter dem Namen Substrat verkauft.

Wir brauche also nur einen Boden der entsprechende Nährstoffe enthält – Kompost eben – und schon kann es los gehen.

Neue Kartoffelsorten

Letztes Jahr (2011) habe ich einige Kartoffelpflanzen aus Samen gezogen. Das Samenangebot habe ich auf im
Dreschflegel Saatgutshop
gefunden.

Interessant fand ich dabei den Text


das Säen von Kartoffeln schafft eine neue Vielfalt, da alle Nachkommen unterschiedlich sind. Die Aussaat senkt den Krankheitsdruck: Sämlinge sind virus- und fäulefrei, können aber wieder infiziert werden. Im ersten Jahr entstehen Pflanzkartoffeln, die als neue “Sorten” und Spezialität des eigenen Gartens stabil weitervermehrt werden können.

Aus dem Samen, vom letzten Jahr, habe ich ca. 6 kg Pflanzkartoffel raus bekommen die ich jetzt stecken konnte. Bei den Kartoffeln sind ein paar ganz interessante bezüglich der Farben und Formen dabei, und ich bin gespannt wie groß diese letztendlich werden.

Werde heuer versuchen auch ein paar Kartoffelsamen zu gewinnen. Ich habe dazu die Kartoffeln nicht auseinander gesetzt, es werden sich also, hoffe ich, einige kreuzen. Meine alte Sorten habe ich natürlich auch dazwischen gebaut um die Kreuzungsmöglichkeiten zu erweitern.

Fragmentiertes Zweigholz

Ich bin immer wieder auf der Suche nach alternative zur heutigen Landwirtschaft. Einer der Hauptpunkte meiner Suche ist die Bodenverbesserung, ohne Kunstdünger und den ganzen anderen chemischen Wahnsinn. Jetzt bin ich, eher durch Zufall, auf das Stichwort “fragmentiertes Zweigholz” gestoßen.

Die PDF Datei “Die grüne Revolution oder der Zauber aus den Bäumen” von Dirk Böttcher hat mich neugierig gemacht und so habe ich mich noch ein wenig weiter umgesehen. Garn nicht so einfach denn über dieses Thema findet die bekannteste Suchmaschine gerade mal 299 Einträge.

Eigentlich ist dieses Verfahren zu einfach um wahr zu sein. Man nimmt Zweig von Laubhölzern die nicht dicker als 7 cm sind fragmentiert diese, also mach Bruchstücke daraus, und arbeitet sie in den Boden ein jedoch sollte man diese nicht beerdigen, unterpflügen ist also tabu.

Auf der Seite permanorikum.wordpress.com findet man eine Bericht der alles genau beschreibt.

Einen Versuch ist es Wert und einen geeigneten Platz habe ich auch schon.

Nachtrag

Auf der Seite neulandforum.ch habe ich noch folgenden Hinweis gefunden.

Die Universität in Laval, Quebec, Canada hat die Wirkung von fragmentiertem Zweigholz als Bodenverbesserer untersucht und kam etwa zu folgendem Schluss:

Fragmentiertes Zweigholz ist dank dem grossen Rindenanteil ein hochwertiger Rohstoff zur Humusbildung. Braucht es bei Mist- und Güllewirtschaft 80 Jahre für 1% mehr Humusanteil im Boden, so ist das mit Kompost in 50 Jahren erreichbar, mit fragmentiertem Zweigholz in 10 Jahren. Dank seiner langsamen Verrottung ist es zum Mulchen bestens geeignet.

Vor Neujahr ausgebracht, braucht es keinen zusätzlichen Stickstoff, nach Neujahr ist eine kleine Gabe in Form von trockenem Rasenschnitt, Urin oder vieles andere mehr angezeigt. Mit Fragmentiertem Zweigholz kombiniert mit Kohlegrus, Steinmehl und EM kriegt man jeden Boden hin.

Holzschnitzel sind nicht geeignet. Sie entziehen dem Boden Stickstoff und bringen kaum Nährstoffe, kaum Mineralien …, keinen Humus.