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Der Scheißtag

Jeder hatte bestimmt schon mal so einen. Ein Tag an dem gar nichts funktioniert. Ein Tag an dem man am besten im Bett geblieben wäre. Einen richtigen Scheißtag eben.

Letzte Woche hatte ich auch wieder so einen Scheißtag aber warum sagen wir zu einen solchen Tag, an dem nichts gelingen man und es scheint als ob alle Anstrengungen umsonst sind, Scheißtag? Grund sich über den Begriff Gedanken zu machen.

Der erste Treffer meiner Suche war, wie solle es anders sein, Wikipedia.

Als Scheißtage wurden in Süddeutschland und Österreich unter Knechten die zusätzlichen ein bis drei unbezahlten Arbeitstage bezeichnet, die die von ihnen beanspruchte Zeit für die Verrichtung des Stuhlgangs während der vereinbarten Anstellung ausgleichen sollten.

Diese Praxis gab es im 18. und 19. Jahrhundert, vereinzelt sogar bis in das frühe 20. Jahrhundert. Die „Scheißtage“ wurden nach Ablauf des Dienstvertrages, meist nach Lichtmess[1], oder am Ende eines jeden Jahres am 29. Dezember[2] geleistet.

Heutzutage wird der Begriff „Scheißtag“ vulgär-umgangssprachlich für einen schlechten Tag verwendet.

Quelle: Wikipedia – Scheißtag

Auf der Wikipedia Seite findet man auch einen Verweis zum Bayerische Wörterbuch von J. Andreas Schmeller (zweiter Band). Da man sich dieses Buch als PDF runterladen kann interessierte mich natürlich auch was 1877 dazu geschrieben wurde. Es ist aber gar nicht so einfach die alte Schrift zu lesen. Auf der Seite 475((PDF Seite 263)) bin ich dann fündig geworden.

Die Dienstboten auf dem Lande nennen die 1-3 Tage, welche sie im Hause, das sie zu verlassen gedenken, noch über den Termin Lichtmessen, gleichsam um die durch Sch. verlorne Zeit hereinzubringen, bleiben müssen – die Scheißtage oder den Schis.

Quelle: Bayerische Landesbibliothek Online (Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch - 1877 Band zwei)

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