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Heu machen wie vor 100 Jahren

Seit ich mich mit den Werkzeug Sense beschäftige schwirrt es mir im Kopf herum.

Einmal Heu mit der Hand machen

Die Sense ist ein erstaunliches Werkzeug das ich immer mehr lieb gewinne. Ich verwende es zur Zeit aber nur zum Mähen kleinerer Flächen, sozusagen als Rasenmäher Ersatz, oder zum aus Mähen von Bäumen und Sträuchern. Es werden auch mal schnell zwei bis drei Schubkarren Grünfutter für unsere Tiere gemäht, aber eine richtig große Fläche mit der Hand Mähen und daraus Heu machen, der Gedanke geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Im August 2012 war es dann so weit mein Hirngespinst wurde umgesetzt.

Das Wetter Problem

Ein Problem das man heute auch noch hat ist das Wetter. Zwar kann man in der heutigen Zeit auf Wettervorhersagen und Wettberechnungsmodelle zurückgreifen aber es ist immer noch eine Gewissensfrage wann man Mähen sollte. Meist wählt man eine Kombination aus Wettervorhersage und das was die anderen machen. Passt die Vorhersage und es fängt einer an kann man darauf warten bis die anderen auch Mähen.

Wie aber war das damals? Bauernregeln waren sicher ein Anhaltspunkt aber ohne Maschinen war Heu machen eine zeitaufwendige Tätigkeit. Große Flächen, wie in der heutigen Zeit, konnten also nicht gemacht werden. Das Trocken braucht auch seine Zeit, das hat sich mit Sicherheit noch nicht geändert. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass es früher mehrere Schönwetter Perioden zum Heu machen, also drei Tage hintereinander Sonnenschein pur, als heutzutage gegeben hat.

Mit dieser Erkenntnis machte ich mich auf die Suche nach den Techniken mit der man früher Heu getrocknet hat. Gefunden habe ich dann das Gestellheuen. Hierbei wird das Futter, das dann nur noch ca. 12-24 Stunden auf der Wiese getrocknet wird, auf Gestellen, den sogenannten Heinzen, aufgehängt. Auf diesen Gestellen trockne dann das Gras bis es zum Heu wird. Die eigentliche Trocknung erfolgt durch Wind, Sonne und Eigenerwärmung. Außerdem darf es, bei dieser Methode, das Heu auch abregnen. Es funktioniert so wie die Dächer die mit Stroh gedeckt sind. Der Regen läuft an der oberen Schicht ab und der Rest bleibt trocken.

Zu hause hatten wir zwar noch fünf solcher Gestelle sogenannte Steinacher Heuhütten aber für die Fläche die ich mir vorgenommen habe, ca. 2000 qm, würden diese nicht reichen. Es galt also sich noch ein paar solcher Hütten zu besorgen. Diese war gar nicht so einfach. Die meisten, die ich gefragt habe, sagen zwar das sie solche Gestelle kennen aber die wurden zusammengeschnitten, nimmt ja keiner mehr her. Durch Zufall habe ich dann doch noch fünfzehn Steinacher Hütten bekommen. Es konnte also los gehen.

Das Werkzeug

Mehr hatte man früher nicht um Gras zu schneiden. Da einzige was man braucht ist A guade Schneid
Mehr hatte man früher nicht um Gras zu schneiden. Da einzige was man braucht ist A guade Schneid

Als Werkzeug braucht man eigentlich nicht viel, eine Sense, einen Rechen, und eine Heugabel. Was man aber unbedingt machen muss ist die Sense dengeln. Bei kleinen Flächen ist es nicht so schlimm wenn die Sensen nicht sauber gedengelt ist. Zur Not kann man diese mit einem sehr groben Wetzstein noch mal scharf bringen. Man muss sich aber hier schon ärgern wenn die Sensen nicht richtig schneidet. Bei meiner Fläche wollte ich aber hier keine Überraschung erleben. Auch hatte ich keine Erfahrung wie lange die Schneide der Sense hält um große Flächen noch sauber Mähen zu können. Um sicher zu gehen hatte ich mir also vier Sensen hergerichtet. Zwei mit einer Länge von 65 cm die ich mehr zum nach Mähen der Ränder vorgesehen hatte und dann noch zwei zum eigentlichen Mähen. Eine mit 75 cm und eine mit 85 cm Länge.

Der frühe Vogel fängt den Wurm heißt es im Volksmund. Wer mit der Sensen Mähen will sollte das frühe Aufstehen nicht scheuen. Am Morgen, wenn das Gras noch feucht ist, geht das Mähen am besten.
Der frühe Vogel fängt den Wurm heißt es im Volksmund. Wer mit der Sensen Mähen will sollte das frühe Aufstehen nicht scheuen. Am Morgen, wenn das Gras noch feucht ist, geht das Mähen am besten.

Es geht los

Da ich unter der Woche arbeite kam eigentlich nur ein Wochenende in Frage. Am zweite Wochenende im August hat es dann gepasst. Zwar war die Wettervorhersage nicht optimal aber ich will ja das Heu auf Gestellen zum trocknen aufhängen. Nach dem herrichten der Werkzeuge am Freitag Abend haben wir dann noch gleich ein paar Bahnen gemäht.

Mit wir meine ich, meine Frau und ich, denn diese duldet nicht nur meine Hirngespinst sonder unterstützt mich dabei auch noch.

Gemäht haben wir bis es dunkel wurde, also bis ca. 21:00. Am nächsten Tag hieß es früh aufstehen 5:00. Um 5:30 ging es dann los. Zwar war es noch dunkel aber wir hatten keine Ahnung wie viel wir schaffen würden. Wenn man sich die Flächenleistung vom Vortag als Richtschnur legt wird es ziemlich knapp mit dem Mähen der 2000 qm.

Es geht besser als man denkt

Wenn man einmal so richtig in Schwung ist schafft man eigentlich ziemlich viel. Mit unseren langen Sensen und eine Schnittbreite von ca. 2 - 2,5 Meter hatten wir bis 7:30 das meiste abgemät. Jetzt gab es erst mal einen Kaffee und was zum essen. Die Bewegung in der frische Luft macht richtig hungrig und ehrlich gesagt hätte ich auch schon einen Schweinsbraten vertragen können. Für die restliche Fläche rechneten wir noch ca. eine Stunde und dann noch die Ränder nachmähen. Ausbreiten konnten wir das Gras so wie so erst wenn der Boden abgetrocknet war.

Der größte Teil ist gemäht. Nur noch ein kleines Stück ist zu machen. Auf diesem Foto kann man auch sehr schön erkennen wie breit die Schnittbreite der beiden Sensen ist.
Der größte Teil ist gemäht. Nur noch ein kleines Stück ist zu machen. Auf diesem Foto kann man auch sehr schön erkennen wie breit die Schnittbreite der beiden Sensen ist.

Das Nachmähen

Obwohl wir uns mit dem Frühstück nicht lange aufhielten dauerte das Nachmähen noch bis 10:00. Eine Arbeit die nicht zu unterschätzen ist, war aber egal denn wir mussten so wie so warten bis die gemähte Fläche trocken war und wir das Gras ausbreiten konnten.

Ein kleiner Rand ist stehen geblieben. Man möchte meinen das ist nicht mehr viel. Man sollte aber das Nachmähen nicht unterschätzen.
Ein kleiner Rand ist stehen geblieben. Man möchte meinen das ist nicht mehr viel. Man sollte aber das Nachmähen nicht unterschätzen.

Alles wieder auseinander werfen

Um das Antrockenen des Futters zu beschleunigen muss das gemähte Gras wieder auseinander geworfen werden. Dazu wartet man bis die Flächen, auf denen kein Gras mehr steht, getrocknet sind und breitet dann das geschnittene Gras darauf aus. Dazu nimmt man die Heugabel und verteilt es gleichmäßig. Diese Arbeit ist meines Erachtens die schwerste. Zwar braucht man nicht viel mehr Kraft als beim Mähen aber Arbeitstechnisch mach das Mähen viel mehr Spaß. Um 12:00 war auch dieses geschafft, genau richtig zum Mittagessen, und ich könnte schon wieder einen Schweinsbraten vertragen.

Vor dem Aufhängen sollte das Futter abtrocknen können. Dazu muss es wieder ausgebreitet werden. Mit der Gabel wird alles wieder auseinander geworfen.
Vor dem Aufhängen sollte das Futter abtrocknen können. Dazu muss es wieder ausgebreitet werden. Mit der Gabel wird alles wieder auseinander geworfen.
Zum Antrocknen wird die ganze Fläche genutzt. Es ist nichts mehr zu sehen von den Schwaden die beim Mähen entstanden sind.
Zum Antrocknen wird die ganze Fläche genutzt. Es ist nichts mehr zu sehen von den Schwaden die beim Mähen entstanden sind.

Schwaden machen

Um 14:00 war das Gras dann soweit abgetrocknet dass es gewendet werden musste. Wir habe uns dazu entschieden das Gras nicht mehr auf der Fläche zu wenden sonder gleich Schwaden zu machen. Dazu wird das Gras zusammen gerecht so das ähnliche Haufen wie beim Mähen entstehen, Schwaden eben. Zugleich kommt das Gras, das unten gelegen ist, nach oben und kann jetzt auch trocknen.

Nach dem ersten Trocknen werden dann wieder Schwaden gemacht. Hierbei kommt auch das Gras das unten gelegen ist und nicht so gut trockenen konnte nach oben.
Nach dem ersten Trocknen werden dann wieder Schwaden gemacht. Hierbei kommt auch das Gras das unten gelegen ist und nicht so gut trockenen konnte nach oben.

Um 16:00 wurden die Schwaden dann noch einmal gedreht, also wieder das unter noch oben. Mittlerweile entstehen schon richtige große lockere Schwaden und das Gras, oder kann man jetzt schon Heu sagen, knistert schon beim anfassen.

Die Schwaden werden noch einmal gedreht um das Antrocknen zu verbessern.
Die Schwaden werden noch einmal gedreht um das Antrocknen zu verbessern.

Die Steinacher Hütten werden beladen

Um 18:00 war es dann soweit. Jetzt mussten die Schwaden zu Haufen zusammen geschoben und dann die Steinacher Hütten aufgestellt werden. Diese Haufen wurden um die Hütten gelegt und das Aufhängen konnte beginnen. Hierbei fängt man von unten nach oben an. Die einzelnen Heubündel legt man dabei Ziegelartig auf die Querstangen, so das ein Dach entsteht. Die Mitte der Hütten muss dabei frei bleiben so das der Wind hindurch streichen kann. Das Aufhänge erfordert etwas Übung ist aber an sich einen schöne Arbeit. Um 21:00 waren wir dann fertig.

Bevor die Hütten beladen werden können muss erst das Heu auf Haufen zusammen geschoben werden.
Bevor die Hütten beladen werden können muss erst das Heu auf Haufen zusammen geschoben werden.
Die ersten Hütten sind beladen.
Die ersten Hütten sind beladen.
Es geht voran, noch eine Hütte
Es geht voran, noch eine Hütte
Gerade noch rechtzeitig vor dem Dunkel werden steht die letzte Hütte.
Gerade noch rechtzeitig vor dem Dunkel werden steht die letzte Hütte.

Gestellheuen

Oben habe ich ja vom Heu machen mit der Hand berichtet. Irgendwann muss das Heu auch nach Hause gefahren werden. Der letzte Schritt sozusagen um das Hirngespinst “Heu machen wie vor Hundert Jahren” abzuschließen. Wie ist der letzte Schritt vonstatten gegangen und was hat es am Ende wirklich gebracht?

Es ist soweit die Hütten kommen in den Heustadel

Eine Wochen nach dem aufhängen des Futters auf die Steinacher Hütten war es dann soweit. Das Heu wurde nach Hause gefahren. Bevor es Heim gebracht werden konnte mussten die Steinacher Hütten erst wieder entladen werden. Dieser Schritt ist notwendig dass das Heu noch ein wenig nach trocknen kann. Vor allem das Heu, das als Deckel gelegt wurde hat noch eine Restfeuchte. Die Hütten müssen also noch mal entladen und das Heu ausgebreitet werden. Dazu werden die Hütten einfach umgeworfen und das Heu wird nochmal auseinander gerechelt.

Der Zustand des Heus

Beim Zustand bin ich hin -und hergerissen. Teilweise ist das Gras schönes Heu geworden. Es gab aber auch Stellen da schaute es nicht so gut aus. Man möchte fast meinen es konnte gar nicht weiter trocknet. Anscheinend waren das Stellen an denen wir zu viel drauf gepackt hatte.

Was mir aber aufgefallen ist, ist dass fast alle Blätter im Heu bleiben. Bei der maschinellen Verarbeitung werden hier sehr viele der Blätter zerschlagen und zerbröckeln regelrecht, verschwinden sozusagen im Nirwana.

Nachtrocknen

Das Nachtrocknen ist meiner Meinung ein Muss. Man sollte sich dazu noch mal einen sonnigen Tag aussuchen. Der Nachtrocknungsprozess geht aber relativ schnell. Hier muss man dann wieder aufpassen das man doch nicht zu viel von der Blattmasse verliert, denn die Gefahr des zerbröckeln gibt es nach wie vor. Zwar schindet man das Heu mit der Gabel bzw. mit dem Rechen nicht so stark, man sollte aber nicht zu stark auf das Heu treten. Diese verträgt das trockene Heu gar nicht.

Stilbruch

Beim Nachhause fahren konnte das Vorhaben Heu machen wie vor 100 Jahren nicht mehr umgesetzt werden. Es fehlen die Zugtiere und auch der Heuwagen. Verwendet wurde ein Zweiachser Gummiwagen. Um aber dennoch ein wenig in der Zeit zurückzugehen wurde dieser von einem 15er Deutz F1 L 514 / 51 gezogen. Der Bulldog wird eigentlich nur noch zum Holzschneiden verwendet, als Zugtier leistet er aber auch noch gute Dienste.

Ausbreiten und Auflegen

Das Ausbreiten und anschließende Auflegen ist einen Arbeit die man nicht auf die leicht Schulter nehmen sollte. Zeitaufwendig und Kraftraubend.

Da wir dieses auch nur zu zweit gemacht haben und einer auf dem Wagen bleiben muss um das Heu zu schichten und nieder zu treten hat der am Boden einiges zu laufen und zu heben. Man möchte gar nicht glauben welche Menge dabei zusammenkommt und ohne Schichten und Zusammentreten hat man keine Chance das Heu der 2000 qm auf einen Wagen zu bekommen.

Die Steinacher Hütten fanden beim Aufladen auch wieder Verwendung. Diese wurden an den Seitenwänden aufgestellt um so die eigentliche Bordwand zu verlängern. Was uns noch fehlte war ein Heubaum. Zwar habe wir solche auch noch zu Hause, auf das Anbringen habe wir aber verzichtet da die Steinacher Hütten genug Halt gaben um das Heu sicher nach Hause zu bringen. Außerdem hatten wir eh nur 500 Meter bis zur Scheune.

Fazit

Das Gestellheuen war eine interessante Erfahrung die wir bestimmt noch mal machen werden wenn es die Prüfkommission auch als gut befindet, siehe Bild am Ende des Artikels.

Das Heu hatte es auch mal abgeregnet und hier halten die Hütten was sie versprechen. Das Heu im inneren ist wirklich trocken geblieben. Jedoch vergilbt die Außenseiten sehr schnell, verliert somit die schöne grüne Farbe. Am Geruch hat sich aber nichts geändert. Es duftet immer noch herrlich nach trockenen Kräutern.

Es gilt aber noch einiges zu lernen bzw. zu verbessern. So wie es ausschaut habe wir zu viel auf die Hütten gepackt.

Wie geht es weiter

Nächstes Jahr werden wir Versuchen das eigentliche Heu zu Heinzen. Heuer ist es, wegen dem besorgen der Steinacher Hütten, nur für das Grummet ausgegangen.

Was uns noch interessiert ist das Heutrocknen auf Allgäuer Heinzen. Leider wurde dieses Verfahren bei uns in der Gegend nicht angewendet. Solche Gestelle sind einfach nicht aufzutreiben. Zur Not muss ich mir eben ein paar selber bauen.

Das letzte Wort haben unsere Tiere. Der Winter wird zeigen was sie von dem Hand gemachten Heu halten.
Das letzte Wort haben unsere Tiere. Der Winter wird zeigen was sie von dem Hand gemachten Heu halten.
Das Heu wird noch mal von den Hütten genommen so dass es nach trocknen kann.
Das Heu wird noch mal von den Hütten genommen so dass es nach trocknen kann.
Die Haufen zum Aufladen sind gemacht.
Die Haufen zum Aufladen sind gemacht.
Das Heu ist unter Dach und Fach.
Das Heu ist unter Dach und Fach.

Gestellheuen - Das Kuh Urteil

Unsere Schottischen Hochlandrinder habe die Weide fast abgegrast, der erste Schnee ist auch gefallen. Das Heu füttern geht wieder los. Zeit das Heu, das wir heuer auf Gestellen getrocknet haben, den letzten Test zu unterziehen.

Der Unterschied

Man kann den Unterschied zwischen Maschinen- und Hand gemachten Heu den Tieren richtig ansehen. Bei dem Heu das mit der Maschine bearbeitet wurde wird schon mal mit den Hörner der Haufen umgedreht um nachschauen zu können ob sich nicht doch was besseres darin befindet.

Beim Hand gemachten Heu schaut alles ganz anders aus. Hier wird jeder Grashalm vorsichtig aus dem Haufen gezupft. Dann wieder die Nase hineingesteckt und tief ein geschnauft. Wahrscheinlich bilde ich es mir nur ein, aber ich glaube ab und zu auch kein ganz leises Mhhh hören zu können.

Ist die Kuh ein Feinschmecker?

Ich musste auch erst nachlesen aber anscheinend ist es wirklich so das Tiere die sich von Gras ernähren besonders gut schmecken können. Diese Eigenschaft brauchen die Tiere um aus den 450 Gras und Kräuterarten, die bei uns vorkommen, die richtigen herauszufinden. Dazu besitzt die Kuh 25.000 Geschmacksknospen.

Zum Vergleich:
Der Mensch besitzt ca. 9.000, die Katze ca. 470 und das Huhn nur 24 Geschmacksknospen.

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