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Maßliebchen

Der erste Frühlingsboten der mich 2013 begrüßt hat war das Maßliebchen. Dieses kleine Blümchen das fast jeder unter dem Namen Gänseblümchen kennt wird von den meisten aber erst wahrgenommen wenn es als ärgerlich empfunden wird.

Man hört dann Aussagen wie “Hilfe ich habe Gänseblümchen in meinem Rasen”. Dabei war dieses Blümchen sicher nicht immer so verhasst. Der lateinischen Namen lautet bellis perennis und bellis bedeutet soviel wie schön oder hübsch. In England wird es Daysi genannt. Dieses Wort kommt von Days Eye, Augen des Tages, und wenn man einem Mädchen ein Kompliment machen will nennt man es liebevoll Daysi. Die Schweizer nennen es Mageritli, aber auch Maßliebchen oder Tausendschönchen verwendete man für diese Blume.

Würden wir diese Namen noch kennen oder gar verwenden, vielleicht wäre es dann ein wenig anders mit den Tipps die man so hört. Gänseblümchen muss man ausstechen oder Gänseblümchen, da hilft Banvel M.

Das Maßliebchen ist eine der ersten die uns auf die Zeit der pflanzlichen Wiederauferstehung einstimmt. In England heißt es: “Wenn man mit einem Fuß auf sieben Gänseblümchen treten kann, dann ist Frühling.” Bevor wir es aus unserem Garten vertreiben sollten wir uns lieber daran erinnern dass es uns den Frühling angekündigt hat. Den Frühling auf den wir so lange warten mussten.

Der zweite Teil des lateinischen Names perennis bedeutet so viel wie ausdauernd. Dieses zeigt sich wenn man auf sie drauf tritt. Sie richtet sich einfach wieder auf, so als ob nichts gewesen wäre. Wahrscheinlich ist es genau das was uns die Pflanze zum Jahresbeginn sagen will. Es wird Zeit sich wieder aufzurichten.

Copyright(c) 2013, 2014 Stefan Blechschmidt. Texte und Bilder dieser Seite sind frei im Sinne der CC BY-SA 3.0 Lizenz. Texte, Bilder und Zitate aus anderen Quellen sind von dieser Lizenz ausgenommen. Kommentare und Anmerkungen senden Sie bitte an sb(AT)hochfelder(PUNKT)de.

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