zur Startseite

Vogelfutter schneiden Herbst 2012

Wer macht es nicht? Das füttern der Vögel im Winter. Die Beweggründe sind wahrscheinlich unterschiedlich. Egal welche, das Füttern an sich ist eine gute Sache. Zumal wir den Vögeln ja auch einen Teil ihres Lebensraums genommen haben. Und hier meine ich nicht die Unterschlupfmöglichkeiten sondern die Pflanzen sprich deren Samen die wir bis zum Herbst akribisch abräumen. Übrigens, es sind nicht nur die Vögel die unter diesem Naturputz leiden.

Diese Sonnenblume diente zur Zeit noch den Bienen
Diese Sonnenblume diente zur Zeit noch den Bienen

Die Gefahr am Futterplatz

So einfach wie früher ist es in der heutigen Zeit aber nicht mehr. Im Zuge der Globalisierung tauchen neue Probleme auf. An dieser Stelle spare ich mir die Worte und ziere einige Seiten aus dem Internet.

Die Zutaten für einen großen Teil des bei uns verkauften Vogelfutters - vor allem die Sonnenblumenkerne - stammen aus Ungarn und verschiedenen osteuropäischen Staaten. In Ungarn zählt die Ambrosie bereits zu den vier wichtigsten Unkrautarten, so dass bei der Ernte fast unweigerlich auch Ambrosien-Samen mit aufgenommen werden. Eine einzige Pflanze produziert bis zu 60.000 winzige Samen, die über Jahrzehnte keimfähig sind. Während sich in Deutschland Landwirtschafts-, Umwelt- und Gesundheitsministerium noch auf Maßnahmen einigen müssen, ist in der Schweiz per Gesetz bereits heute nur noch ein Wert von 0,005 Prozent Ambrosia in Futtermitteln erlaubt. Dies entspricht ungefähr neun bis zehn Samen pro Kilogramm. Ambrosia steht dort außerdem auf einer sogenannten Schwarzen Liste besonders gefährlicher Invasivpflanzen und darf in der Schweiz bei Strafe nicht angepflanzt werden, auch nicht in Privatgärten.

Quelle: NABU | NABU-Magazin “Naturschutz heute” | Heft 1/08: Ambrosia am Futterhäuschen

Kriminell durch Vogelfutter

Dienstag, 04. September 2012 Aus Vogelfutter wird Rauschgift74-Jähriger sät Cannabis aus

In Unterfranken will ein betagter Bauer ein Feld mit Blumen einfassen. Weil es ihm an passenden Blumensamen mangelt, greift er kurzerhand zur Vogelfuttertüte. Inmitten herrlicher Sonnenblumen geht aber auch die Hanfsaat auf und schon hat er ein Cannabisfeld. Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob sie gegen den 74-Jährigen ermitteln will

Quelle: Aus Vogelfutter wird Rauschgift: 74-Jähriger sät Cannabis aus - n-tv.de

Vogelfutter als bedeutender Einschleppungsweg

Untersuchungen der Projektgruppe Biodiversität und Landschaftsökologie haben ergeben, dass die in Vogelfutter als unbeabsichtigte Beimischung enthaltenen Samen der Beifuß-Ambrosie einer der wichtigsten Einschleppungsursachen der Pflanze in Deutschland sind. In den letzten Jahren (2005, 2006, 2007) wiesen etwa 70 % der untersuchten Vogelfutter-Produkte Samen der Beifuß-Ambrosie auf. Die Mengen schwankten von wenigen Samen bis zu 1964 Samen pro kg. In Gärten, häufig in unmittelbarer Nähe zum Futterplatz, kann die Beifuß-Ambrosie durch herab fallende Samen zur Entwicklung gelangen und bei guter Nährstoffversorgung eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Werden die Pflanzen nicht rechtzeitig vor der ab September eintretenden Reife der Samen entfernt, kann mit Gartenabfällen oder über Erde eine Ausbreitung in die freie Landschaft erfolgen. Da eine Ambosia-Pflanze mehrere tausend Samen produzieren kann, können sich schnell große Bestände entwickeln. Eine möglichst umfassende Reinigung der Futtermittel von unerwünschten Pflanzensamen ist daher erforderlich, um die weitere Ausbreitung der Beifuß-Ambrosie zu verhindern.

Quelle: Einbringungswege

Warum kaufen?

Stellt sich die Frage warum ich so was kaufen sollte. Will man dem Ausweichen muss man sich hier selber behelfen. Darum habe ich heuer ein paar Sonnenblumen angebaut die ich zu Vogelfutter verarbeite. Verarbeiten ist natürlich nicht der richtige Ausdruck. Ich schneide die Köpfe ab und hänge diese zum trocknen auf.

Eine Schubkarre voll Köpfe ist gleich geschnitten. Eigentlich kein großer Aufwand.
Eine Schubkarre voll Köpfe ist gleich geschnitten. Eigentlich kein großer Aufwand.

Wie geht es bei mir weiter?

Da ich heuer herkömmliches Saatgut gekauft habe und dieses anscheinend einen Hybridsorte ist werde ich nächstes Jahr auf das Angebot von Bantam zurückgreifen.

Der Zwergenaufstand im Garten ist vielfältig und schmeckt – nicht nur uns: Bantam’s Sonnenblume ist eine echte Bienenweide, weil sie reichlich Pollen bildet. Hybridsorten wurde diese natürlichste aller Eigenschaften weggezüchtet, damit die gute Stube sauber bleibt…

Quelle: Bantam’s bunte, samenfeste Vielfalt

Idee für die Zukunft

Bin am überlegen ob ich einen Teil der Sonnenblumen nicht zum selber schneiden anbiete. Das selber schneiden gibt es ja schon bei den Blumen - warum nicht beim Vogelfutter.

Möchte aber erste noch ein paar Erfahrungen bezüglich der Verarbeitung sammeln. Denn Vogelfutter wird ja in gekauft weil keiner mehr weiß wie man die Köpfe verarbeitet.

Vielleicht gibt es ja da draußen einen der mir ein paar Tipps geben kann.

Vogelfutter selber schneiden - für alle
Vogelfutter selber schneiden - für alle

Copyright(c) 2013, 2014 Stefan Blechschmidt. Texte und Bilder dieser Seite sind frei im Sinne der CC BY-SA 3.0 Lizenz. Texte, Bilder und Zitate aus anderen Quellen sind von dieser Lizenz ausgenommen. Kommentare und Anmerkungen senden Sie bitte an sb(AT)hochfelder(PUNKT)de.

Home
Oben
Unten
Suche

Sense